Wir sind nicht allein

Sünde und Tugend

"Sündigen! Wir wollen sündigen, dem Himmel kündigen und nur noch sündigen!", so singt es das kleine Arschloch im gleichnamigen Film. Das Wort Sünde wird schnell mal in den Mund genommen, auch bei so unschuldigen Dingen wie einem Schokokuchen spricht man davon. Doch die Sieben Todsünden bekommen die meisten Menschen nicht vollständig aufgezählt. Aber selbst als Atheist wäre es nicht schlecht diese zu kennen und sich an sie zu halten. Man kommt dann vielleicht doch noch in den Himmel, wenn es denn einen gibt. Namentlich sind die Sieben: Stolz, Gier, Wollust, Zorn, Völlerei, Neid und Faulheit. Jetzt können Sie sich selbst ausrechnen, ob Sie ein Sünder sind oder nicht. Wahrscheinlich gibt es keinen Menschen auf der Welt der noch nicht jeder dieser Sünden nachgegangen ist. Nicht einmal der Papst.

Doch vielleicht kann man sich ja besser stellen, wenn man sich ab und zu auch einmal in den Tugenden übt. Denn so wie eine Münze zwei Seiten hat, hat auch jede Sünde ihr Gegenstück. Man kann sich also in den folgenden Sieben üben: Demut, Mildtätigkeit, Keuschheit, Geduld, Mäßigung, Wohlwollen und Fleiß. Um sich nicht absolut zu überfordern kann man ja mit einem Sonntag pro Monat anfangen. An diesem Tag ist man dann besonders bescheiden und geduldig, ruft die Oma mal an und fragt wie es geht, wartet mit der Erotik bis zum Sonnenuntergang und übt sich dadurch gleichzeitig in zwei Tugenden und macht endlich mal das, was man sich in der Woche immer für den Samstag vornimmt. Alle Tugenden erfüllt und man kann seelenruhig und glücklich einschlafen.

Sollte man im Schlaf sterben, was eindeutig die beste Todesart ist, kann man gleich durch das goldene Himmelstor und die Katholiken abklatschen. Sollte dies trotz aller Anstrengungen nicht reichen bleibt nur noch zu Hoffen, dass man in der Hölle immer wieder mit seinen Sünden konfrontiert wird. Völlerei für alle!